prose by eva steiner
 
  Überarbeitung (Kino in Wien) Zu Beginn meiner Schulzeit, Anfang der sechziger Jahre, erlebte ich Filme, statt in Cinemascope, oft nur als Hörspiel. Das Niveau der letzten Sitzreihe unterschied sich kaum von dem ganz vorne, die hölzernen Klappsessel standen - auf den Millimeter genau - hintereinander, und direkt vor mir saß meistens einer, der mich zumindest um Haupteslänge überragte. Manchmal kaufte ich deswegen eine Karte für die erste Reihe. Den Kopf zurück in den Nacken gebogen, versuchte ich dem Geschehen auf der zwei Meter entfernten Leinwand zu folgen. Spätestens bei den Schlussakkorden von ‚Fox tönender Wochenschau’ hatte ich üblicherweise bereits mit einer Art aufsteigender Seekrankheit zu kämpfen. Wenn der Hauptfilm endlich begann, verschwand sie jedoch auf wunderbare Weise wieder, und ich bemerkte weder die Grobkörnigkeit des Streifens, noch das Dröhnen der ebenfalls in nächster Nähe montierten Lautsprecher. Während jeder Vorstellung aber, rückte der Billeteur den ohnedies schon bedenklichen Luftverhältnissen mit einer Dose Raumspray zu Leibe. Heimlich ins Kino zu gehen war mir damals unmöglich. Ich roch beim Heimkommen immer ein wenig nach Hollywood und Fichtennadeln.  
  commentary by the teachers
 
Viel viel besser. The candy is gone, and the meat of the thing is here. Bravo!